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Regina Frank Biographie
1965 geboren lebt Regina Frank seit 1987 in Berlin. Nach dem Abschluß einer Schneiderlehre studierte sie zunächst Sinologie und Altorientalistik an der Freien Universität Berlin, später Kunst an der Hochschule der Künste Berlin, wo sie mit dem Meisterschüler 1993 abschloß. Sie studierte projektbezogen unter anderem bei Marina Abramovic, Valie Export und Katharina Sieverding.
Ihre Arbeiten zeigen eine intensive Auseinandersetzung mit dem Kleid als Symbol, sowie der Sprache der Mode als zeitgenössische Ausdrucksform. Die meisten ihrer Werke integrieren computertechnologische Elemente die sie mit weiblicher Symbolik verknüpit. Sie bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen virtuell und real, analog und digital.
Frank schaffte ihren internationalen Durchbruch über ihr Debüt in den USA mit der Performance Installation L'Adieu - Pearls Before Gods (1993) im Schaufenster am Broadway des New Museum of Contemporary Art, New York. Hier nähte sie täglich symbolisch Perlen auf ein weißes Seidenkleid, die Beziehung von Frauenarbeit und globaler Lohnentwicklung analysierend. Mit ihrem Tage-Lohn, der dem Durchschnittslohn einer Näherin in einem von 28 verschiedenen Ländern entsprach, kaufte sie täglich Blumen und Brot als Nahrung für Leib und Seele.
Mit der Performance Hermes Mistress (1994 bis heute) überbrückte sie moderne Technologie mit alten Kommunikationsmethoden und traditionellem Handwerk. In der Mitte eines expansiven Rockes saß sie mit ihrem portablen Computer, Informationen aus dem Internet sammelnd. Diese digitalen Nachrichten materialisierte sie in einem langsamen Prozeß als gestickte Spirale aus Buchstabenperlen vom Saum zum Zentrum ihres Körpers. Die Performance reiste in verschiedene Museen und Galerien in London, Berlin, Bonn, Madrid, unter anderem ins Museum of Contemporary Art nach Los Angeles, ins Bronx Museum nach New York, und ins Spiral Wacoal Art Center nach Tokyo.
Mit der interaktiven Performance Installation Glasperlenspiel nahm Frank 1996 an der kulturellen Olymplade in Atianta teil. Hier trugen Besucher zu einem aus Franks' Lieblingsbüchern gewobenen Mantel mit eigenen Gedichten bei. Frank stickte symbolisch für jedes Gedicht eine Glasperle in den Mantel, die über ein Computerprogram generiert wurde.
Andere zentrale Projekte sind Natura Viva (1995), eine Serie von Performances die sich mit der Vergänglichkeit von Information und körperlichen Alterungsprozessen beschäftigt. In Searching for Babata (1995-96) ließ sie in der israelischen Wüste unter einem goldenen Kleid eigene Gedankenströme in den Informationsfluß des Internet münden. Auf der Internationalen Performance Konferenz In Atlanta spricht die Künstlerin mit ihrem elektronischen Spiegelbild unter dem Titel Long Hair Short Meaning , als Symbol für einen Reifeprozeß im Dialog mit dem technologischen Gegenüber.
A Visit with the Spirit of Time bringt Frank weiter in der Auseinandersetzung mit technologischen Phänomenen und Zeitabläufen, deren Unaufhaltbarkeit s ie mit ihrem Partner, dem Kulturanthropologe und Archäologe Peter Edwards poetisch entschlüsselt. Diese Performance bringt sie unter anderem wieder nach Israel ins Center for Performing Arts.
Ihre neuestes Projekt mit dem Titel Monk@Sea setzt sich in digitaler Form mit verschiedenen Codierungen von Information auseinander. Die Computer Installation und CD-ROM ist inspiriert von dem Gemälde Mönch am Meer und wird derzeit an der Florida State University zusammen mit Professor Keith Roberson entwickelt.
Rezensionen über Regina Frank's Arbeit sind unter anderem in Parade Magazin, Harper's, New York Times, Rethinking Marxism, Vogue, Frankfurther Rundschau, Frankfurter Allgemeine, Screen Multimedia, Japan Times, Contemporary Art, Art Papers aber auch in Büchern wie "Belng Online" im Lusitania Verlag, "Conversations" in der MlT-Press (Institut of Technology) publiziert.
Regina Frank erhielt Projekt - und Arbeitsstipendien unter anderem von der Senatsverwaltung für Kulturelle Angelegenheiten, Berlin, der Wodruff Art Foundation in Atlanta, den Goethe Instituten in USA, Canada, Japan und Israel, der Spiral Wacoal Art Foundation in Tokyo, Kulturfond Berlin, Nautilus Foundation, Pixelpark Berlin, IBM Interactive Medla, Media Service Oldenburg.
Vorträge hielt Regina Frank an vielen Universitäten und Konferenzen, wie zum Beispiel die Performance Konferenz Atianta, CAA- Meeting, College Art Association 1996 in Boston, Spiral Wacoal Art Center, Tokyo, Florida International University in Miami, Florida State University in Tallahassee, im Fashion Institute des Metropolitan Museum of Art und New York University, MOCA (Museum of Contemporary Art), Los Angeles.
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